Wirtschaftsplanung 2027 – wie resilient ist Ihre Pflegeeinrichtung aufgestellt?

Eine Wirtschaftsplanung soll Orientierung geben. Doch gerade in der Altenhilfe entsteht die Planung für 2027 in einem Umfeld, in dem zentrale Rahmenbedingungen noch nicht abschließend feststehen.

Für die Planung bedeutet das zunächst, mit den heute belastbaren Rahmenbedingungen zu planen und mögliche regulatorische Veränderungen zusätzlich über Szenarien abzubilden.

Besondere Aufmerksamkeit verdient dabei die Personalplanung. Steigende Personalkosten sind nur eine Seite der Betrachtung. Ebenso relevant ist, in welchem Umfang diese Kosten refinanziert werden können.

Hinzu kommen mögliche Veränderungen bei der Personalbemessung. Neue Schwellenwerte können den refinanzierbaren Personalbedarf verändern. Dadurch können Personalbestand und Refinanzierung auseinanderlaufen.

Für Einrichtungen entsteht damit konkreter Steuerungsbedarf. Personalmenge und Qualifikationsmix müssen frühzeitig an die neuen Rahmenbedingungen angepasst werden.

Genau hier setzt Szenarioplanung an.

Neben einer stabilen Entwicklung können beispielsweise geringere Belegung, Veränderungen im Pflegegradmix, zunehmender Personaldruck oder veränderte regulatorische Rahmenbedingungen gerechnet werden. Dadurch wird sichtbar, welche Annahmen das Ergebnis besonders stark beeinflussen und wie viel wirtschaftlichen Spielraum eine Einrichtung tatsächlich hat.

Eine gute Wirtschaftsplanung bildet deshalb nicht nur einen erwarteten Jahresverlauf ab. Sie definiert auch Frühwarnindikatoren, macht Belastungsgrenzen transparent und schafft eine Grundlage für konkrete Steuerungsmaßnahmen.

Denn Wirtschaftsplanung ist kein Reporting für die Ablage. Sie ist ein Führungsinstrument.

Unser Anspruch ist dabei nicht, Entwicklungen vorherzusagen und Scheingenauigkeit zu erzeugen, sondern Entscheidungsfähigkeit unter Unsicherheit zu schaffen.

Darauf kommt es jetzt an:

  1. Sichere Annahmen von Unsicherheiten trennen!
  2. PeBeM als Organisationsentwicklung planen!
  3. Personalmix und wirtschaftliche Wirkung miteinander verknüpfen!
  4. Belegung und Case-Mix realistisch simulieren!
  5. PNOG als Szenario – nicht als Basisannahme – berücksichtigen!
  6. Ergebnis, Bilanz und Liquidität gemeinsam betrachten!

Unsere Experten Chantal Kreische und Nikolai Gallina meinen: „Die Wirtschaftsplanung 2027 muss zeigen, wie wirtschaftlich belastbar eine Einrichtung auch dann bleibt, wenn sich zentrale Planungsannahmen verändern.“

Wirtschaftsplanung 2027 - wie resilient ist Ihre Pflegeeinrichtung aufgestellt?

Wirtschaftsplanung 2027 – wie resilient ist Ihre Pflegeeinrichtung aufgestellt?